Sichere Schulwege in Rottenberg: Alle Vorschläge abgelehnt

Mit unserem Antrag zur Verbesserung der Schulwegsicherheit in Rottenberg wollten wir erreichen, dass nach jahrelangen Diskussionen endlich konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Anlass waren die Sorgen vieler Eltern und Großeltern, die bereits auf der Bürgerversammlung 2025 deutlich gemacht wurden. Bei einem Dorfspaziergang haben wir Grünen uns selbst ein Bild gemacht und anschließend einen Antrag mit sieben konkreten und bewährten Maßnahmen eingebracht, auch zu weiteren Orten in Rottenberg – von Zebrastreifen über zusätzliche Tempo-30-Bereiche bis hin zu einer besseren Regelung des Bringverkehrs und Maßnahmen gegen zu schnelles Fahren.

Der Antrag wurde am 19. Mai erstmals im Haupt-, Umwelt- und Sozialausschuss beraten. Verwaltung und Polizei lehnten nahezu alle Vorschläge mit Verweis auf rechtliche Vorgaben und das bisher fehlende Unfallgeschehen ab. Im Ausschuss regte sich jedoch Widerstand gegen diese Einschätzung. Deshalb wurde ein gemeinsamer Ortstermin beschlossen, bei dem sich die Ausschussmitglieder selbst ein Bild von der Situation machen konnten. Es wurde dabei allerdings ein Tag erwischt, an dem die 4. Klassen gar nicht zur Schule kamen und wegen Baustellen ohnehin weniger Verkehr stattfindet.

Umso größer ist unsere Enttäuschung über die Entscheidung in der Sitzung am 9. Juli. Trotz der Eindrücke vor Ort wurden sämtliche Vorschläge unseres Antrags abgelehnt. Über die Maßnahmen kann man ja diskutieren, aber die Polizei hat ihre festen Positionen und das Ordnungsamt schließt sich denen immer an.

Wir Grünen können diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Unser Antrag enthielt keine außergewöhnlichen Forderungen, sondern Maßnahmen, die vielerorts erfolgreich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit eingesetzt werden. Das Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München, in der es rund 100 Zebrastreifen an Schulen gibt, hält diese für eine „sichere Form der Querung für zu Fußgehende“ und einen „wertvollen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit für Schüler*innen auf dem Weg zur Schule und von der Schule nach Hause“. (Zitat: Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München in einem Antwortschreiben auf eine Anfrage von Marktgemeinderat Gerhard Engel)

Wir sind enttäuscht – und wir vermuten, dass es vielen Eltern der Rottenberger Schulkinder genauso geht.

Auch deren Engagement in Sorge um ihre Kinder wird so nicht ernst genommen.

Für uns bleibt klar: Die Sicherheit der Kinder auf ihrem Schulweg muss oberste Priorität haben. Deshalb werden wir das Thema weiter verfolgen und uns auch künftig für konkrete Verbesserungen einsetzen.

Grüne Hösbach beantragen kurzf…