Bei unseren Dorfspaziergängen in Hösbach-Bahnhof und Winzenhohl am 25.2. und 28.2.2026 wurde deutlich: Viele Bürgerinnen und Bürger möchten ihren Ort aktiv mitgestalten und konkrete Verbesserungen im Alltag sehen – bei Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit, Sauberkeit, Freizeitangeboten und Klimaschutz.
Gemeinsam mit Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Vertreterinnen und Vertretern von Feuerwehr und Rettungsdiensten wurden Probleme direkt vor Ort besprochen und mögliche Lösungen diskutiert.
Problematisch ist nach wie vor die Situation mit der Kinderkrippe. Diese ist im Moment in Containern auf dem ehemaligen Bolzplatz neben der Feuerwehr untergebracht. Dieser Zustand ist vollkommen unbefriedigend. Über den schon lange geplanten Neubau einer Kinderkrippe sollte schnellstmöglich entschieden werden. Dies gilt umso mehr, da aus Sicht von uns Grünen der mögliche Standort an der Kardinal-Döpfner Straße ideal wäre.


Ein zentrales Thema waren die Rettungswege im Ortsteil. An mehreren Stellen wurde deutlich, dass parkende Fahrzeuge regelmäßig Rettungsfahrzeuge behindern. Betroffen sind unter anderem Bereiche an der Schule, am Jugendtreff sowie verschiedene Wohnstraßen. Bereits vor Jahren wurde laut Feuerwehr und Rettungsdiensten dringender Handlungsbedarf festgestellt – passiert ist bislang jedoch kaum etwas. Für uns Grüne ist klar: Rettungswege müssen jederzeit frei und sicher nutzbar sein. Einfache Maßnahmen wie Halteverbote oder zusätzliche Straßenmarkierungen dürfen nicht weiter aufgeschoben werden.

Auch die allgemeine Verkehrssituation und die Barrierefreiheit wurden kritisch angesprochen. Teilweise enden Gehwege abrupt oder Bordsteine sind nicht abgesenkt, sodass Menschen mit Rollstuhl oder Rollator auf die Straße ausweichen müssen. Gleichzeitig sorgen enge Straßen und durchgehende Parkreihen immer wieder für schwierige Situationen im Begegnungsverkehr. Diskutiert wurde deshalb auch die Einrichtung von Ausweichbuchten an besonders engen Stellen.
Ein weiteres Thema war die Situation rund um die Glascontainer in der Marienstraße. Dort kommt es regelmäßig zu illegalen Müllablagerungen. Obwohl die Gemeinde den Müll meist schnell beseitigt, bleibt das Problem bestehen. Auch Rattenbefall wurde angesprochen. Klar wurde dabei aber auch: Eine einfache Lösung gibt es nicht. Wenn andere Maßnahmen wie bessere Beleuchtung oder Veränderungen am Standort nicht ausreichen, sollte aus unserer Sicht auch eine zeitweise Videoüberwachung geprüft werden.

Große Chancen sehen wir beim Klimaschutz und der Energieversorgung. Positiv bewertet wurde die geplante Wärmeversorgung zwischen Kirche, Schule und Bruno-Siedlung. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass insbesondere die Schule großes Potential für Photovoltaik bietet. Solche Projekte zeigen, wie Hösbach klimafreundlich und gleichzeitig wirtschaftlich zukunftsfähig werden kann.


Auch die Situation von Kindern und Jugendlichen spielte eine wichtige Rolle. Kritisiert wurden gesperrte Spielgeräte sowie fehlende oder weiterhin geschlossene Spiel- und Bolzplätze. Gerade wohnortnahe Freizeitmöglichkeiten sind wichtig für Familien und die Lebensqualität im Ortsteil. Gleichzeitig wurde der beschlossene Standort für die neue Kinderkrippe von vielen Beteiligten positiv bewertet.
Positiv wurde außerdem wahrgenommen, dass die Maßnahmen am Nonnenbach Wirkung zeigen und Überschwemmungen am Sportlerheim deutlich zurückgegangen sind. Das zeigt, dass Investitionen in Infrastruktur und Vorsorge sinnvoll und notwendig sind.
Unsere Dorfspaziergänge zeigen immer wieder: Gute Kommunalpolitik entsteht nicht im Rathaus allein, sondern im direkten Austausch mit den Menschen vor Ort. Wer etwas bewegen will, spaziert mit. Denn nur wenn wir wissen, was die Bürgerinnen und Bürger beschäftigt, können wir uns im Gemeinderat gezielt dafür einsetzen und Hösbach gemeinsam lebenswerter, sicherer und nachhaltiger gestalten.