Ortsverband Hösbach

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Sonnenblume am Hohen Knuck
 Unsere Themen   
Viele grüne Ideen wurden schon umgesetzt, doch es gibt noch viel zu tun:

  • Ausbau erneuerbarer Energien bei Strom und Wärme für Hösbach
  • Sichere Schulwege, Erhalt der Grundschulen, Kindertagesstätten und eine qualifizierte Ganztagsbetreuung
  • Für unsere Jugendlichen ein Jugendhaus und eine stärkere Förderung der Jugendarbeit
  • Für Seniorinnen und Senioren ein Älterwerden in Würde
  • Stärkung des lokalen Einzelhandels
  • Intensive Förderung der Ortsentwicklung
  • Entstehung von Dorfläden
  • Schaffung von familienfreundlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen
  • Lebenswerter und attraktiver Beschäftigungs­ und Wohnstandort
  • Verbesserter öffentlicher Personennahverkehr 
  • Radwegenetz in alle Ortsteile
  • Eine Forstwirtschaft, die das Ökosystem Wald in seiner Vielfalt erhält
  • Eine sinnvolle Nutzung des Baywa­und Vorganggeländes
  • Eine stärkere Kulturförderung – Städtepartnerschaften
  • Generationenübergreifende Toleranz und Zusammen arbeit
  • Eine hohe Bürgerbeteiligung an kommunalen Entscheidungen
 Klimaschutz und Energiewende minimieren   
Immer mehr Gemeinden zeigen, dass die Energiewende möglich ist. Dort, wo Bürgerinnen und Bürger sich aktiv beteiligen wurde schon viel erreicht.
Ökologische Verantwortung bedeutet für uns, den nachkommenden Generationen eine intakte Umwelt weiterzugeben.

Daher brauchen wir:

  • Unter stärkerer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ein flächendeckendes Klimaschutzkonzept, damit wir mit gutem Beispiel vorangehen und den CO2- Ausstoß verringern helfen.
  • Eine integrierte Versorgung mit Strom und Wärme unter Berücksichtigung zukunftsgerichteter Technologien, die helfen, zukünftig Kosten zu sparen.
  • Eine Senkung des hohen Anteils von Atom- und Kohlestrom von derzeit immer noch 70 % bei der Stromversorgung unseres  E-Werks Goldbach-Hösbach in der nächsten Wahlperiode auf maximal 30%.  Das bedeutet, dass der heutige Anteil an regenerativen Energien in den nächsten 6 Jahren mindestens zu verdoppeln ist.
  • Einen langfristig bezahlbaren Strom und Unabhängigkeit  von Kohle- und Atomstrom.

Unser Ziel ist daher eine 100%ige Energiewende.
Ein sparsamer Umgang mit Energie ist im Hinblick auf die kommenden Generationen unverzichtbar, daher soll die Energieberatung für jedermann verbessert werden.
Ein stärkerer Einsatz für Bürgerkraftwerke hilft die Wertschöpfung in unserer Region zu halten.
Unsere größte Energiequelle  ist der effiziente Einsatz von erneuerbaren Energien. 100% Strom von Sonne, Wind und nachwachsenden Rohstoffen sind die Zukunft und erhalten und schaffen eine Vielzahl von Arbeitsplätzen im örtlichen Handwerk.

Die Gemeinde sollte daher:

  • Sich an der Initiative anderer Gemeinden im Kahlgrund oder im Hochspessart  für lokale Windkraftanlagen beteiligen
  • Sich  am verstärkten Einsatz von Kraft- Wärmekopplung orientieren, der ein großes Effizienzpotential schafft, welches vor allem in den Kommunen genutzt werden kann
  • Das Projekt starten , den im Besitz der Kommune stehenden Gebäudebestand  komplett energetisch zu sanieren
  • Die gesamte Straßenbeleuchtung  auf die sparsame LED-Technik umstellen
 Kinder, Jugend und Bildung minimieren   
Unsere Kinder sind die Zukunft Hösbachs und seiner Ortsteile. Deshalb ist es für uns GRÜNE ein besonderes Anliegen, ihre Ausbildung zu fördern.
Wir wollen die bestehenden Grundschulen erhalten, um den Kindern eine heimatnahe Schulbildung zu ermöglichen; dabei fordern wir auch kurze und sichere Schulwege an den Stellen, an denen sie noch nicht sicher genug sind.
Wir setzen uns dafür ein, die Bindung der Jugendlichen an ihre Ortschaft zu intensivieren, um unseren Ort weiterhin attraktiv zu gestalten.
Das stetig wachsende Problem des demografischen Wandels hinterlässt auch in Hösbach seine Spuren. Wir wollen der Abwanderung der jungen Generation entgegenwirken.
Wir wollen den Erhalt unseres Ortes sichern und die Jugendarbeit stärken, um die junge Generation auch nach einer auswärtigen Ausbildung zur Rückkehr in ihren Heimatort Hösbach zu bewegen, wo idyllische Umgebung und lebendiges Gemeindeleben einen perfekten Raum für Familiengründungen bieten. Es sollen zusätzlich zu Ini Homeland regelmäßige, offene Jugendtreffs gegründet werden, in denen Jugendliche die Möglichkeit erfahren, aktiv am Gemeindeleben teil zu nehmen.
Darüber hinausgehend, sollen neben den bereits vorhandenen Freizeitmöglichkeiten mehr Angebote geschaffen werden, die das Ortsleben für alle Bürger und Bürgerinnen jeden Alters lebendiger machen.
Wir wollen außerdem die finanziellen Fördergrundlagen für die Jugendarbeit der Vereine und Verbände überarbeiten.
Im Marktgemeinderat soll eines der Mitglieder des Gremiums die Aufgabe eines/r Gemeindejugendreferenten/in (auch Jugendbeauftragte/r genannt) übertragen bekommen.
 Verkehr – umweltfreundliche Mobilität für alle minimieren   
Nicht nur wegen der klimatischen und gesundheitlichen Folgen, sondern auch wegen der demografischen Entwicklung müssen der Öffentliche Personen Nahverkehr (ÖPNV) und kostensparende Verkehrsprojekte die Vorfahrt bei unseren kommunalen Zukunftsinvestitionen erhalten. Alleine die Erhaltungskosten von Straßen und Parkplätzen belasten schon jetzt massiv unseren kommunalen Haushalt und zusätzlich Bürger und Bürgerinnen! Die Förderung der landkreisweiten Radwege wird die Möglichkeit den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad unterstützen, um somit  auch aktiv zum Klimaschutz und zur Gesundheitsvorsorge beitragen.
•    ÖPNV
Die Mobilität in unserem ländlich geprägten Raum muss für alle Nutzergruppen verbessert werden; z.B. mit Kleinbussen, Nachbarschaftshilfe oder flächendeckendem Carsharing. Um ökologisch fragwürdige Fahrten von „Geisterbussen“ zu vermeiden, sind bedarfsgerechte Systeme zu installieren. Für Hösbach fordern wir den kinder- und seniorengerechten Ausbau aller Bushaltestellen. Zudem Kleinbuslinien mit höherer Taktung als die bestehenden Linien und die Erhaltung des 1 Euro Tickets für Goldbach und Hösbach ohne Deckelung. Den Schnittpunkt Bahn / Bus in Hösbach Bahnhof gilt es auszubauen und besser für den Pendlerverkehr an das Rhein/Main Gebiet anzubinden.
•    Durchgangsstraßen
Das Thema Feinstaub und Verkehrslärm ist nicht ein alleiniges Thema in der Hauptstraße in Hösbach Ort. Auch die Ortsteile (z.B. Aschaffenburger Str., Chamissostraße, Dorfstraße, Haibacher Straße, Gräfenbergstr., Schimborner Str.)  kämpfen mit den Problemen unseres stetig wachsenden Individualverkehrs in den Durchgangs- und auf den Abkürzungsstrecken. Wir Grüne setzen uns daher für die konsequente und zügige Umsetzung des „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept“ Hösbach (ISEK) ein (z.B. Verkehrsleitsystem, intelligente Ampelführung, Regionalspur auf der A3). Ein flächendeckendes Lärmkataster für alle lärmgeplagten Straßen ist dringend umzusetzen.
•    Fluglärm
Der Ausbau des Frankfurter Flughafens ist in den letzten 3-4 Jahren an unserem Himmel deutlich näher an unsere Lebenswelt herangerückt. Den „Höllenlärm“ über dem Spessart und Kahlgrund gilt es zu reduzieren. Der Markt Hösbach sollte hier aktiver in den verschieden regionalen und landesübergreifenden Gremien seine Stimme für eine deutliche Lärmreduktion erheben. Den weiteren Ausbau des Flughafens insbesondere für den innerdeutschen Flugverkehr lehnt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ab. Damit werden nicht nur Steuergelder verschwendet, sondern auch ökologisch unsinnige Inlandsflüge enorm gefördert.
•    Fahrrad
Das Fahrrad sehen wir als eines der wichtigsten Verkehrsmittel im innerörtlichen Verkehr. Um den Radverkehr weiter zu fördern, muss ihm auch genügend Raum gegeben werden. Dazu bedarf es einen guten Mix aus verkehrsberuhigten Bereichen, Angebotsstreifen und Öffnung von Einbahnstraßen, z.B. Fahrradstraßen und überörtlichen Radwegeverbindungen (Radschnellwege).
•    Fußgänger
Und schließlich, häufig vergessen, ist der Fußgängerverkehr hervorzuheben. Die meisten Fahrten mit dem Auto sind Kurzfahrten um die Ecke, zu Fuß zu gehen schont nicht nur das Klima, es ist auch noch gesund. Deshalb braucht es mehr attraktiven Raum fürs zu Fuß gehen: breite Bürgersteige am besten begrünt und mit Bäumen, abgesenkte Bordsteinkanten in Kreuzungs- und Übergangsbereichen und die Schaffung von verkehrsberuhigten Bereichen in den Ortskernen aller Ortsteile.

 Natur und Landschaft   
Hösbach und seine Ortsteile liegen in der wunderschönen Landschaft des Vorspessarts, links und rechts des Aschafftales. Diese Lage ist für viele Menschen ein wichtiger Grund, hier zu leben, zuzuziehen und zu bleiben. Deshalb wollen wir alles tun, um die Schönheit der Landschaft und ihre natürlichen Schätze zu bewahren und für die Menschen erlebbar zu halten.
Wir unterstützen Maßnahmen des Naturschutzes, damit der natürliche Lebensraum von Pflanzen und Tieren, auch von bedrohten Arten, erhalten bleibt. Dazu gehören auch die Anlage von Biotopen und die neue Ausweisung von Landschaftsschutz- und FFH-Gebieten.
Wir wollen neben Schutzräumen und Rückzugsmöglichkeiten für Pflanzen und Tiere die Natur und freie Landschaft vor allem auch für die Menschen zugänglich machen bzw. erhalten. Der freie Zugang zur Natur ist ein in der Bayerischen Verfassung verbrieftes Bürgerrecht. Dazu sollen im ortsnahen Bereich Fahrrad-, Spazier- und Wanderwege noch besser vernetzt und miteinander verbunden werden.
Das wunderschöne Landschaftsbild muss erhalten bleiben. Das ist bei Baumaßnahmen in Randbereichen und Gewerbegebieten und bei größeren Verkehrsinfrastrukturmaßnehmen zu berücksichtigen. Rohstoffabbau mitten in der freien Landschaft muss bereits über die Regionalplanung verhindert werden.
Einen wichtigen Bestandteil unserer Natur und Kulturlandschaft stellen die Wälder dar. Unsere Gemeinde besitzt einen Großteil des Waldes ist damit Waldbesitzerin. Die Bewirtschaftung dieser Waldflächen stellt ein zunehmendes Ärgernis dar, sie wird nach den fachlichen Vorstellungen der Bayerischen Staatsforsten betrieben. Seit der Forstreform in Bayern 2004 (nach dem mit 9,3 % knapp gescheiterten Volksbegehren dagegen) steht der Vorrang der finanziellen Interessen in der Waldbewirtschaftung auf der Tagesordnung. Wir sind gegen die Verdichtung des Waldbodens zu Lasten der Mikroorganismen.  Einer Zerstörung der Waldwege durch extrem schweres Forstgerät (so genannten „Harvester“ca. 20t) und eine durchgängige Rasterung der Wälder mit so genannten Rückegassen alle 25 bis 30 Meter entspricht nicht einer naturverträglichen Forstwirtschaft.
Unser Hösbacher Gemeindewald muss zu einem Wald der Bürgerinnen und Bürger werden. Er muss – neben naturnaher Bewirtschaftung und Nutzung – der Erholung der Menschen und dem ökologischen Ausgleich im Luft- und Wasserhaushalt dienen, er muss ein funktionierendes Ökogefüge als Lebensraum für alle möglichen Pflanzen und Tiere bleiben. Dazu ist neben einer Umstellung auf naturnahe Waldbewirtschaftung und regionale Holzvermarktung auch die Herausnahme einzelner Flächen aus der Nutzung erforderlich.
Die freie Landschaft ist längst zu einem wichtigen Raum für erholungssuchende Menschen geworden. Wer ein dynamisches Wirtschaftsleben mit hoch engagierten und belastbaren Menschen will, der muss diesen Menschen in ihrem nächsten Lebensumfeld Räume zu Erholung und zu sportlicher Betätigung erhalten. Auch für Kinder und Jugendliche müssen Wald und Wiese ein beliebten Lebensraum bleiben.
Spazieren, rasten, durch den Wald streifen, Beeren und Pilze sammeln, spielen, herum tollen, in der Sonne liegen, walken, joggen, Rad fahren, Ski Langlauf und vieles mehr müssen hier möglich sein.
Wir wollen, dass unsere Gemeinde sich engagiert, diese Möglichkeiten zu sichern.
Wir wollen weiterhin die Nutzung von Wiesen und Äckern durch die Landwirtschaft und insbesondere auch eine Weideviehhaltung. Die Gemeinde soll dabei auch Nebenerwerbslandwirte und Hobby-Viehhalter sowie die Imkerei unterstützen. Wo immer möglich, soll eine biologische Bewirtschaftung ohne Pestizid- und Fungizid-Einsatz Vorrang haben.
Und das Gemeindegebiet Hösbach bleibt selbstverständlich gentechnikfreies Gebiet!
 Zusammen Leben minimieren   
In der Zukunft wird die Ortsentwicklung stärker in den Vordergrund rücken. Um für die notwendigen Entwicklungen eine flächendeckende Akzeptanz zu finden, muss der Dialog mit den Bürgern und Bürgerinnen gesucht, geführt und diese an den Gemeindeprojekten beteiligt werden. Der Umgang aller untereinander soll geprägt sein von generationsübergreifender Toleranz und Zusammenarbeit. Die Integration zugezogener Bürger und Bürgerinnen sowie Betreuungs-, Förder-, und Freizeitangebote für Kinder und Senioren muss einen hohen Stellenwert haben.
Es soll die Entstehung von Dorfläden in den Ortsteilen gefördert werden, um die Attraktivität der Orte zu erhöhen und das Gemeinschaftsleben mit diesen sozialen Treffpunkten zu stärken. Schaffung von familienfreundlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen. Innovatives Gewerbe, Gastronomie und Dienstleistung tragen den Ruf als lebenswerter Beschäftigungs- und Wohn- Standort nach außen.
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